Opulenz: Ferien im brasilianischen Zauberberg

»Die verrosteten Eisentüren quietschen in den Angeln wie rheumatische Alte, die bei jedem Schritt stöhnen mit ihren von der Arthritis entzündeten Fingern (…). Vor unseren Augen der Garten. Oder, was vom Garten geblieben war. Die Äste des Flammenbaums wiegten sich im Wind, und der Wind zögerte: ein Frühlingswind wie aus einem alten halb durchlöcherten Blasebalg, der sich aufblies und zusammensackte, stehen blieb und wieder einsetzte, um kurzatmig und asthmatisch innezuhalten, unfähig, Gestrüpp und Unkraut wegzublasen, das sich auf dem einst makellosen Rasenstück breitgemacht hatte, das so rein war wie ein Seidenteppich, auf den niemand einen Fuß setzen durfte, nicht einmal barfuß« (1). … weiterlesen


Afonso Reis Cabral

Afonso Reis Cabral, dessen Roman »Aber wir lieben dich« (Pão de Açúcar; übers.: Michael Kegler) im Frühjahr bei Hanser erschien, wurde rund um die Leipziger Buchmesse in mehreren Rundfunk- und Fernsehbeiträgen vorgestellt:

Am 30.05. lief ein Beitrag von Andreas Lueg über Autor und Werk in der Sendung titel thesen temperamente, im Deutschlandfunk Büchermarkt vom 27.05. stellt Eberhard Falcke das Buch ausfürlich vor und im SRF2 war »Aber wir lieben dich« auf Vorschlag von Sieglinde Geisel Thema der Sendung Literatur im Gespräch. Im MDR Kultur lief am 01.06. eine 25-minütige Lesung von Susana Fernandes Genebra aus »Aber wir lieben dich«

https://www.daserste.de/
https://www.deutschlandfunk.de/
https://www.srf.ch/audio/
https://www.mdr.de/kultur/


Ana Luísa Amaral - Premio Reina Sofia

Ana Luísa Amaral erhält den mit 42.000 Euro dotierten Premio Reina Sofía de Poesía Iberoamericana, der als wichtigste Auszeichnung für spanisch- und portugiesischsprachige Lyrik gilt. Der Preis wird für das Gesamtwerk vergeben, wobei in Spanien ebenso wie in den USA und Deutschland derzeit unterschiedliche Versionen ihres Gedichtbands »What's in a Name« erschienen. Die deutsche Übersetzung »Was ist ein Name« (übers. von Michael Kegler und Piero Salabè) steht derzeit auf Platz 1 der SWR2-Bestenliste. … weiterlesen


Was ist ein Name – SWR-Bestenliste

Der Gedichtband »Was ist ein Name« von Ana Luísa Amaral (übersetzt von Michael Kegler und Piero Salabé) steht auf Platz 1 der SWR-Bestenliste für Juni.  

Amarals sprachliche Möglichkeiten und der Fundus an literarhistorischen Anschlussmöglichkeiten scheint nahezu unbegrenzt zu sein. Und doch haben ihre Texte eine Leichtigkeit, von der man sich allzu leicht täuschen lassen kann, sich aber gerne einfangen lässt. 

Der Band versammelt eine Auswahl von Gedichten aus Amarals jüngsten Gedichtbändn »What's in a Name« (2017), »Ágora« (2019) »E todavia« (2015) sowie einzelne aus älteren Veröffentlichungen, wie etwa »Minha Senhora de Quê« (1990).

https://www.swr.de/swr2/literatur/bestenliste/


Sonntage ohne Gott – Vorläufige Hölle

Die Übersetzung des fünfbändigen Romanwerks "Vorläufige Hölle" (Inferno provisório) von Luiz Ruffato ist mit dem im Frühjahr erschienenen »Sonntage ohne Gott« abgeschlossen. In einer auch per Livestream übertragenen Veranstaltung  der Alten Schmiede in Wien unterhalten sich der Schriftsteller Ilija Trojanow und der Übersetzer Michael Kegler über Ruffatos Gesamtwerk. 

https://alte-schmiede.at/

In der Tageszeitung »Junge Welt« erscheint heute (27.05.2021) eine ausführliche Rezension des Romans »Sonntage ohne Gott« von Lutz Taufer.

https://www.jungewelt.de/


Online-Programm statt Leipziger Buchmesse

heute würde die vom März in den Mai verschobene Leipziger Buchmesse eröffnet. Das diesjährige Gastland wäre Portugal gewesen samt Literatur auch aus anderen portugiesischsprachigen Ländern. Der Gastlandauftritt wurde auf nächstes Jahr verschoben. Doch schon jetzt bietet ein umfangreiches Rundfunk- und Online-Programm interessante Einblicke in fast 50 Neuerscheinungen von Autor:innen aus Angola, Cabo Verde, Guinea-Bissau, Mosambik, Portugal, São Tomé und Príncipe. … weiterlesen