african book festival - Berlin

am Freitag startet in Berlin endlich das im Frühjahr 2020 abgesagte African Book Festival.
Schwerpunktthema  sollte das portugiesischsprachige Afrika sein.

Kurator Kalaf Epalanga (bekannt als Frontmann des Lissaboner Buraka Som Sistema, aber auch selbst Schriftsteller) hatte namhafte Kolleg:innen aus Angola und Portugal eingeladen: José Eduardo Agualusa, Yara Monteiro, Ondjaki, Aline Frazão, Telma Twon, Toty Sa'Med. Leider konnten aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen erneut nicht alle Gäste anreisen, das Programm wurde mehrfach umgestellt. Aus dem portugiesischen Sprachraum steht nun nur noch Ondjaki auf dem Programm. Er wird sich Freitag mit dem nigerianischen Schriftsteller über »Literatur und Verantwortung« austauschen. Neu hinzugekommen ist der Guinéeische Musiker Welket Bungué, der mit seinem Tanz- und Musikprojekt »Tchon di Balanta« das Festival am Samstagabend beschließen wird.

Erstmals findet das Festival open air im Freiluftkino Rehberge statt.

https://africanbookfestival.de/


Grande Prémio APE

Der mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Grande Prémio APE/DGLAB) geht in diesem Jahr an Valter Hugo Mãe und seinen im vergangenen Jahr erschienenen autobiografischen Roman »Contra Mim«. … weiterlesen


zurück im Dorf seiner Kindheit

José Luís Peixoto: »Galveias« (übers.: Ilse Dick) »… erzählt (…) mit bestechender Detailschärfe von einer fern und fremd anmutenden Lebensform, die keineswegs der Vergangenheit angehört«, sagt Holger Heimann in seiner Rezension auf WDR3 (06.06.21) 

https://www1.wdr.de


Opulenz: Ferien im brasilianischen Zauberberg

»Die verrosteten Eisentüren quietschen in den Angeln wie rheumatische Alte, die bei jedem Schritt stöhnen mit ihren von der Arthritis entzündeten Fingern (…). Vor unseren Augen der Garten. Oder, was vom Garten geblieben war. Die Äste des Flammenbaums wiegten sich im Wind, und der Wind zögerte: ein Frühlingswind wie aus einem alten halb durchlöcherten Blasebalg, der sich aufblies und zusammensackte, stehen blieb und wieder einsetzte, um kurzatmig und asthmatisch innezuhalten, unfähig, Gestrüpp und Unkraut wegzublasen, das sich auf dem einst makellosen Rasenstück breitgemacht hatte, das so rein war wie ein Seidenteppich, auf den niemand einen Fuß setzen durfte, nicht einmal barfuß« (1). … weiterlesen


Afonso Reis Cabral

Afonso Reis Cabral, dessen Roman »Aber wir lieben dich« (Pão de Açúcar; übers.: Michael Kegler) im Frühjahr bei Hanser erschien, wurde rund um die Leipziger Buchmesse in mehreren Rundfunk- und Fernsehbeiträgen vorgestellt:

Am 30.05. lief ein Beitrag von Andreas Lueg über Autor und Werk in der Sendung titel thesen temperamente, im Deutschlandfunk Büchermarkt vom 27.05. stellt Eberhard Falcke das Buch ausfürlich vor und im SRF2 war »Aber wir lieben dich« auf Vorschlag von Sieglinde Geisel Thema der Sendung Literatur im Gespräch. Im MDR Kultur lief am 01.06. eine 25-minütige Lesung von Susana Fernandes Genebra aus »Aber wir lieben dich«

https://www.daserste.de/
https://www.deutschlandfunk.de/
https://www.srf.ch/audio/
https://www.mdr.de/kultur/


Ana Luísa Amaral - Premio Reina Sofia

Ana Luísa Amaral erhält den mit 42.000 Euro dotierten Premio Reina Sofía de Poesía Iberoamericana, der als wichtigste Auszeichnung für spanisch- und portugiesischsprachige Lyrik gilt. Der Preis wird für das Gesamtwerk vergeben, wobei in Spanien ebenso wie in den USA und Deutschland derzeit unterschiedliche Versionen ihres Gedichtbands »What's in a Name« erschienen. Die deutsche Übersetzung »Was ist ein Name« (übers. von Michael Kegler und Piero Salabè) steht derzeit auf Platz 1 der SWR2-Bestenliste. … weiterlesen