Umherschweifen im Wahnsinn

»Luiz Ruffato setzt in seinen Romanen die Tradition der Großstadtromane von James Joyce, John Dos Passos, Alfred Döblin und Roberto Arlt fort und erweitert das Genre mit neuen Elementen.« Bustos Domecq auf https://www.woxx.lu (16.02.2020)


Fluchtpunkte einer verlorenen Generation

»Pontos de fuga« von Milton Hatoum
Eine Rezension von Albert von Brunn

»São Paulo: ich spazierte durch Vila Madalena und Pinheiros, ging die Avenida Rebouças entlang bis zur Paulista. Am Conjunto Nacional machte ich Halt, um mir die Auslagen in der Livraria Cultura anzusehen. Keine Nachricht von Jorge Alegre, Jairo oder Celeste. Es gab keine Livraria Encontro mehr. Ich schlenderte die ganze Avenida Paulista entlang bis zu den Kirchen des Paraíso-Viertels, die mein Vater besucht hatte, überquerte den Viadukt über der Avenida 23 de Maio, wollte einen Blick auf meine alte Adresse in der Rua Tutóia werfen, ging dann aber zum Colégio Marista zurück« (1). … weiterlesen


2019

Immerhin 13 belletristische Titel wurde 2019 neu aus dem Portugiesischen ins Deutsche übersetzt. Dazu kamen Taschenbuchausgaben und Anthologien … … weiterlesen


»erschreckend, manchmal abstoßend furchtlos«

»Wie in allen Umbruchphasen dominiert das Paradoxe. Die Sieger*innen wissen noch nicht so recht. Nur die Verlierer*innen wissen Bescheid. Sie müssen schneller begreifen als ihre Feinde, die eben noch den Wert menschlicher Putzlumpen hatten.« Jamal Tuschick auf Freitag.de über Isabela Figueiredo: »Roter Staub« (Caderno de memórias coloniais, übers. v. Markus Sahr, Weidle Verlag 2019).

https://www.freitag.de/


Rückkehr nach Cataguases

Luiz Ruffato: O verão tardio

rezensiert von Albert von Brunn

»Da ist die winzige Busstation von Cataguases, wie ich sie seit meiner Kindheit in Erinnerung hatte. Leute umarmen sich auf den Bussteigen, Vögel singen in den Bäumen, das Fernsehen plärrt Nachrichten, der Geruch nach Dieselöl vermischt sich mit dem Sprühregen aus den Klimaanlagen« … weiterlesen