Prêmio Jabuti 2019

29 Nov 2019

Der bisher wenig bekannte e-book-Verleger und Essayist Tiago Ferro gewinnt den brasilianischen Prêmio Jabuti mit seinem ersten, autobiografisch inspirierten, Roman »O pai da menina morta«.

Nominiert für die als wichtigster brasilianischer Literaturpreis geltende Auszeichnung waren in der Kategorie Roman die weitaus bekannteren Autoren Cristóvão Tezza (»A tirania do amor«), Alexandre Vidal Porto (»Cloro«) und Autorinnen Martha Batalha (»Nunca houve um castelo«) sowie Ana Paula Maia (»Enterre os seus mortos«), die kürzlich zum zweiten Mal den Prêmio São Paulo de Literatura erhielt und auch (mit »Krieg der Bastarde« Übers. Wanda Jakob 2013) ins Deutsche übersetzt ist.

Der Prêmio Jabuti wird in zahlreichen Kategorien von Lyrik bis Einbandgestaltung und Übersetzung vergeben und ist in seinem 61. Jahr der traditionellste Literaturpreis Brasiliens.

In der Kategorie Erzählung ging der Preis an Vilma Arêas (»Um beijo por mês«) die den Jabuti bereits mehrfach erhielt. Finalisten waren hier außerdem Gustavo Pacheco mit seinem vielbeachteten Debüt »Alguns humanos«, Rodrigo Lacerda (»Reserva natural«), Emilio Fraia (»Sebastopol«) sowie Geovani Martins mit seinem bereits ins Deutsche übersetzten Band »Sol na cabeça« (»Aus dem Schatten«, übers.: Nicolai von Schweder-Schreiner, 2019).

In der Kategorie Biografie, Dokumentation, Reportage konnte sich die Anfang des Jahres veröffentlichte neue Jorge-Amado-Biografie »Jorge Amado. Uma biografia« von Joselia Aguiar durchsetzen.

Die Liste aller prämierten und nominierten Titel findet sich auf der Website des Preises https://www.premiojabuti.com.br/