es ist möglicherweise schon aufgefallen: novacultura macht Pause.
Ich will mir bis Ende des Jahres Zeit nehmen, diese Website neu zu überdenken, die 2001 als "Portal" und elektronische Nachfolge einer seit 1980 bestehenden Zeitschrift gestartet und nun leider zu einer Art unregelmäßig gepflegtem Blog verkommen ist. Am 15. Januar 2026 – zum 25. Jubiläum – wird neu gestartet.
Bis dahin empfehle ich die stets sehr gut gepflegte Literaturseite der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft
die brasilianische Tageszeitung »Folha de S. Paulo« hat 101 Expert_innen aus unterschiedlichen Bereichen gebeten, die 25 »besten« brasilianischen Bücher des 21. Jahrhunderts zu nominieren. Unter den Meistgenannten sind erfreulich viele, die bereits ins Deutsche übersetzt wurden.
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Tatiana Salem Levy: »Der Schlüssel zum Haus« (A chave da casa), übersetzt von Marianne Gareis ist mit 10 weiteren Titeln nominiert für den Bücherfrauen-Literaturpreis.
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Zum Welttag der portugiesischen Sprache am 5. Mai lädt das Haus für Poesie in Berlin den in Berlin lebenden brasilianischen Dichter und Jabuti-Preisträger Ricardo Domeneck, die in Portugal lebende angolanische Dichterin und Romanschriftstellerin Yara Nakahanda Monteiro sowie Filipa Leal, Dichterin, Journalistin und Drehbuchautorin aus Portugal ein. Moderiert wird der Abend von Timo Berger.
Eine menschliche Statue. Die Frau mit Baskenmütze und roten Augen, die tagtäglich, egal ob es regnet oder die Sonne scheint, vor dem Künstlereingang des portugiesischen Parlaments steht und wartet – auf was genau? Wann immer ich ihr begegne, tauschen wir Blicke aus, aber ich verstehe nicht, was hinter diesen rot unterlaufenen Augen ist. Üblicherweise bewegt sie sich nicht, starrt auf die Tür, flüstert etwas, das ich nicht verstehe. Gegenrede, eine Art Klage, eine im Entstehen begriffene Utopie? Oder betet sie zu den Göttern der Staatsreligion? Ja, etwas an dieser Frau mit Barett erinnert mich an das Antike Griechenland: alte Statuen, eine Priesterin der Mysterien, Märtyrerin der Demokratie. Wie sie da steht, allein, und dem Parlament zuflüstert, ist es, als bräuchte die Demokratie eine Ansage. Ich weiß nicht. Nein. Die Frau ist die Frau und sie wartet. Zwischen Verzweiflung und Hoffnung setzt sie riskant auf das Schweigen. Tatsächlich?
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»Dieser anrührende Roman erzählt von einem Dasein am Rand, vor allem aber davon, was das Leben bis zuletzt ausmacht«, schreibt und sagt Holger Heimann über Lídia Jorge: »Erbarmen« (Misericórdia), übersetzt von Steven Uhly.
vom 27. bis 30. März ist in Leipzig Buchmesse. Am Stand des Instituto Camões (Halle 4 / C 300) werden Lídia Jorge, Tatiana Salem Levy, José Luís Peixoto und Francisco Sousa Lobo erwartet, die auch am Donnerstag und Freitag in der Stadt zu hören sein werden. Am Freitag stellt Marianne Gareis ihre Neuübersetzung von »Die Maias« von Eça de Queirós vor und Renate Heß die von ihr mit herausgegebene Anthologie neuer Stimmen aus Guinea-Bissau. Maralde Meyer-Minnemann spricht am Samstag über António Lobo Antunes. Michael Kegler stellt am Donnerstag am Stand der IG Autorinnen und Autoren (4 / E209) seine Übersetzung von Ana Martins Marques: »Streich dieses Wort« vor. Am Sonntag werden am Stand des Instituto Camões portugiesischsprachige Gedichte von Florbela Espanca bis Adília Lopes gelesen.