Jabuti 2022

Der Lyrikband »Também guardamos pedras aqui« von Luiza Romão wurde am gestrigen Abend von der Jury des 64. Prêmio Jabuti, der nach wie vor als einer der bedeutendsten Literaturpreise Brasiliens gilt, zum Buch des Jahres gekürt.

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Prêmio Oceanos – die Finalistinnen

Tatiana Salem Levy (»Vista Chinesa«), Ana Martins Marques (»Risque esta Palavra«) und Micheliny Verunschk (»O som do rugido da onça«), est kürzlich zu Finalistinnen des Prêmio Jabuti gekürt, sind nun auch unter den 10 Nominierten für den internationalen Prêmio Oceanos für portugiesischsprachige Literatur.

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Kino

Die Französischen Filmtage in Tübingen (2.-9. November) widmen dem aus Brasilien stammenden Regisseur Licínio Azevedo, der insbesondere zum lusophonen Afrika arbeitete und am mosambikanischen Instituto Nacional de Cinema beteiligt war, eine eigene Werkschau. Genau anschließend gibt sich das Exground-Filmfestival Wiesbaden (11. bis 20. November)  einen Portugal-Schwerpunkt. … weiterlesen


Jabuti 2022 – die Shortlist

Die Finalist:innen des Prêmio Jabuti stehen fest. Gute Chancen haben u.a. die bereits ins Deutsche übersetzten Tatiana Salem Levy (»Vista Chinesa) und Ana Martins Marques (»Risque esta Palavra«). Auch »Torto Arado« (Die Stimme meiner Schwester) von Itamar Vieira Júnior ist als eins der besten »im Ausland erschienenen Büchern« nominiert. … weiterlesen


Die Stimme meiner Schwester

»Torto Arado«, der mit allen wichtigen Literaturpreisen bedachte Roman von Itamar Vieira Júnior ist soeben in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita erschienen. Hier die ersten Rezensionen:

»Wer sich für Brasiliens jüngere Geschichte und vor allem für die der Schwarzen Bevölkerung interessiert, wird den Roman verschlingen.« Eva Karnofsky, https://www.swr.de/ 31.08.2022

»Dass die Welt voller Ungerechtigkeiten ist, wissen wir. Doch was das im Konkreten bedeutet, wird von Itamar Vieira Junior intensiv vor Augen geführt. Es ist eine Geschichte aus der Geschichte, die fortwirkt bis in die brasilianische Gegenwart.« Martin Oehlen, https://buecheratlas.com, 09.09.2022


António Lobo Antunes 80

Seit 1979 und dem Kolonialkriegsroman »Os Cus de Judas« (Der Judaskuss, übers. von Ray-Güde Mertin 1987) arbeitet sich António Lobo Antunes am kolonialfaschistischen Erbe Portugals ab. Jahr für Jahr erscheint ein neuer, großartiger, sprachgewaltig raunender Roman, seit Jahren regelmäßig grandios und zeitnah von Maralde Meyer-Minnemann übersetzt (so auch dieses Jahr »Die letzte Tür vor der Nacht«) . Der in Benfica geborene und heute immer noch dort lebende Autor wird 80 Jahre alt und auch die deutschsprachige Presse gratuliert.

Eine Auswahl:

Tobias Wenzel auf https://www.deutschlandfunkkultur.de/

Ronald Pohl im Standard: https://www.derstandard.at/

die dpa-Meldung u.a. in der Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/

eine erste Rezension zu »Die letzte Tür vor der Nacht« von Peter Mohr auf https://literaturkritik.de/